Trotz seiner Nähe bleibt Frankreich ein schwieriger Absatzmarkt für deutsche Unternehmen.
Englisch ist bei konstruktiven Geschäftsverhandlungen und folglich für eine erfolgsorientierte deutsch-französische Zusammenarbeit selten ausreichend.
Die Unterschiedlichkeit der Unternehmenskulturen resultiert zu einem großen Teil in den verankerten Wertvorstellungen und Verhaltensweisen der Nationalkulturen.
Im Gegensatz zu den Deutschen die klar definierte Strukturen brauchen, lassen sich bei den Franzosen Aufgaben und Personen nicht trennen!
Die klare Segmentierung, die wir in der Arbeitsorganisation vorfinden ist charakteristisch für die deutsche Kultur.
Die kooperative Zusammenarbeit mit einem Franzosen setzt eine gut harmonierende zwischenmenschliche Beziehung beider Seiten voraus.
Diese wird gepflegt durch informelle Kommunikation, die sowohl über das eigene Gebiet als auch über die reinen Arbeitsthemen hinausgeht. Allgemein lautende Formulierungen im Konjunktiv kommen auf deutscher Seite nicht als Arbeitsanweisungen an, während die direkte, explizite, an Aufgaben orientierte Kommunikation von deutschen Kollegen auf der französischen Seite als schwerfällig, schulmeisterlich oder verletzend wahrgenommen wird.
Interkulturelle Unterschiede sind oft das nicht erkannte Problem zwischen deutschen und französischen Geschäftspartnern.